Die psychologische Wirkung von Glücksspielen auf Jugendliche: Von Spielsucht bis zu virtuellen Lootboxen

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Die psychologische Wirkung von Glücksspielen auf Jugendliche: Von Spielsucht bis zu virtuellen Lootboxen
23.03.2025 08:28

Die Teilnahme an Glücksspielen kann zu verschiedenen psychischen Problemen führen, einschließlich der Entwicklung einer Spielsucht, bekannt als Ludomanie. Ludomanie zeichnet sich durch das unkontrollierbare Verlangen aus, zu spielen, trotz negativer Konsequenzen. Es gibt 3 Phasen der Entwicklung einer Spielsucht:

  1. Gewinnphase. Häufige Gewinne verstärken das Verlangen zu spielen, Gedanken über das Spielen entstehen und die Einsätze steigen.
  2. Verlustphase. Nach einer Reihe von Verlusten spielt die Person weiter in der Hoffnung, ihr Geld zurückzugewinnen, was zu finanziellen Schwierigkeiten und verschlechterten Beziehungen zu nahestehenden Personen führen kann.
  3. Enttäuschungsphase. Der Spieler erkennt das Problem, verspürt Schuldgefühle, spielt jedoch weiterhin, was zu ernsthaften persönlichen und sozialen Problemen führen kann.

Risiken im Zusammenhang mit Glücksspiel-Elementen in Videospielen

Moderne Videospiele enthalten zunehmend Elemente, die dem Glücksspiel ähneln, wie zum Beispiel Lootboxen — virtuelle Behälter mit zufälligen Belohnungen, die gegen echtes Geld gekauft werden können. In einigen Ländern werden Spiele mit Lootboxen als Glücksspiel angesehen, wenn man sie „um Geld oder etwas Wertvolles spielen“ kann. Ausschüsse zur Regulierung von Glücksspielen stellen fest, dass Lootboxen „psychologisch dem Glücksspiel ähnlich sind“ und zur Entwicklung von Spielsuchtstörungen bei Nutzern beitragen können. Es wird empfohlen, Spiele mit Lootboxen zu kennzeichnen, um Eltern auf den „internen Glücksspielinhalt“ hinzuweisen.

Maßnahmen zum Schutz von Teenagern vor den Auswirkungen von Glücksspielen:

  1. Bildung und Aufklärung: Erziehen Sie Teenager über die Risiken von Glücksspielen und helfen Sie ihnen, eine kritische Haltung gegenüber solchen Unterhaltungsmöglichkeiten zu entwickeln.
  2. Zugangsbeschränkungen: Nutzen Sie elterliche Kontrollen, um den Zugang zu Glücksspielspielen und Videospielen mit Glücksspiel-Elementen einzuschränken.
  3. Aktive Teilnahme am Leben des Teenagers: Interessieren Sie sich für die Hobbys und Aktivitäten Ihres Kindes, verbringen Sie Zeit zusammen, um die Wahrscheinlichkeit einer Beteiligung an Glücksspielen zu verringern.
  4. Hilfe von Fachleuten: Wenn Sie Anzeichen einer Sucht oder anderer psychischer Probleme im Zusammenhang mit Glücksspielen bemerken, suchen Sie rechtzeitig Hilfe bei Psychologen oder Psychotherapeuten.